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Das Rhein-Maas-Delta und die Deltawerke

Montag, 30. Mai 2011

Der Rhein hat nicht nur in Deutschland eine große Bedeutung, sondern auch in unserem Nachbarland den Niederlanden.
Hier bilden die Flüsse Rhein, Maas und Schelde das Rhein-Maas-Delta. In einigen Internetquellen findet man auch den weniger benutzten und fast unbekannten Begriff Rhein-Maas-Schelde-Delta. Denn auch das Delta der Schelde muss geografisch mit einbezogen werden.
Das Rhein-Maas-Delta ist eine zentrale niederländische Region und hat aufgrund Ihres Gezeitencharakters schon viele Überschwemmungen verursacht.
Aus diesem Grund baute man in den Niederlanden die Deltawerke, um sich vor Überschwemmungen und Hochwasser zu schützen. Die Deltawerke sind ein riesiges und beeindruckendes Bauprojekt, welches auch heute noch immer wieder ergänzt wird. Es hat seinen Hauptteil in der niederländischen Provinz Zeeland, nimmt aber auch Teile von Südholland und Nordbrabant mit ein. Die verschiedenen Teile der Deltawerke teilen sich auch auf verschiedene Küstenabschnitte auf.
Die gesamte niederländische Küste hat sich durch den Bau der Deltawerke dramatisch verändert. Von den ehemals ca. 350 km Küstenlinie (inkl. Der Inseln) gibt es heutzutage noch noch 60 km.
Begonnen hat man das Bauwerk 1958 mit dem Bau des Sperrwerk Hollandse Ijssel und wurde in 12 verschiedenen Bauabschnitten bis zum Maeslantkering 1997 fertiggestellt. Die bei Baubeginn anberaumten 25 Bauzeit wurde somit um glatte 14 Jahre übertroffen.
Doch es hat sich gelohnt: Durch die verschiedenen Dämme, Sturmflutwehre und Schleusen konnten die früher häufigen Überschwemmung minimiert werden und die Küstenerosion verhindert werden.
Für Besucher sind die meisten Teile der Deltawerke nicht zugänglich. Einige wenige jedoch sind für interessierte Besucher offen: die Oosterschelde-Sperre, der Haringvliet-Damm, die Maeslant-Sperre und der Westerschelde-Tunnel können besichtigt werden.
In den drei Besucherzentren Waterland Neeltje Jans, Haringsvliet Exo und Maeslantkering kann man sich ein detaillierteres Bild von dem Ausmaß des ganzen Projektes machen.
Die Besichtigung von Maschinenräumen, Sturmflutsperren und interaktiven Schauräumen macht dies zu einem ganz besonderen Erlebnis für Groß und Klein.

Der Bodensee

Donnerstag, 17. Februar 2011

Der Bodensee wird ja bekannter Maßen in fast seiner ganzen Länge vom Rhein durchflossen. Nachdem dieser auf schweizer Gebiet entspringt, fließt er an den Grenzen zu Liechtenstein und Österreich entlang und mündet in den Bodensee, um ihn später wieder zu verlassen. Der Bodensee besteht aus den beiden Teilen Obersee sowie Untersee die durch ein schmales Strömungstal, den Seerhein, miteinander verbunden sind. Im Nordwesten weist der Bodensee noch eine fingerförmige Ausbuchtung, den Überlinger See, auf.

Gespeist wird der Bodensee vom kalten und grau gefärbten Wasser des Alpenrheins. Dieses Wasser vermischt sich nur sehr zögerlich mit dem Wasser des Sees, es sinkt auf Grund seiner höheren Dichte sofort zum Grunde ab. Dort durchströmt es den gesamten Obersee, um über den Seerhein in den Untersee zu gelangen. Dort strömt das immer noch kalte Wasser wiederum am Grund des Sees entlang bis zu dessen Ende, um dann über den Hochrhein seine Reise fortzusetzen.

Der gesamte See liegt im Vorland der Alpen. Er umfasst eine Fläche von knapp 550 Quadratkilometern und ein Volumen von knapp 50 Kubikkilometern. Der Bodensee hat elf Inseln unterschiedlichster Größe. Die Reichenau ist die größte dieser Inseln. Im Obersee sind die Inseln Meinau und Lindau die größten derer. Auch einige Halbinseln ragen in den Bodensee hinein von denen der Bodanrück die größte ist. Weitere unter ihnen sind die Mettnau, die Höri und der Rohrspitz.

Das Klima am Bodensee ist durch seine milden Temperaturen im Winter und seine überdurchschnittlich hohen Temperaturen im Sommer bekannt. Das ermöglicht sogar einigen Palmenarten, an den Ufern des Sees zu gedeihen. Allerdings gilt das Klima hier auf Grund des häufig auftretenden Föhns als Belastung für herz-kreislauf-gefährdete Patienten. Bei Wassersportlern gilt der See wegen seiner plötzlich auftretenden Sturmböen bei Föhnlage als nicht ganz ungefährliches Revier. Es können Wellenberge von einigen Metern Höhe entstehen. Unter Wassersportlern sind bei derartigen Wetterlagen und bei heftigen Sommergewittern immer wieder Opfer zu beklagen. Deshalb wurde für den See ein eigenständiges Sturmwarnsystem installiert, das alle drei Anrainerländer mit einbezieht.