Der Bodensee wird ja bekannter Maßen in fast seiner ganzen Länge vom Rhein durchflossen. Nachdem dieser auf schweizer Gebiet entspringt, fließt er an den Grenzen zu Liechtenstein und Österreich entlang und mündet in den Bodensee, um ihn später wieder zu verlassen. Der Bodensee besteht aus den beiden Teilen Obersee sowie Untersee die durch ein schmales Strömungstal, den Seerhein, miteinander verbunden sind. Im Nordwesten weist der Bodensee noch eine fingerförmige Ausbuchtung, den Überlinger See, auf.
Gespeist wird der Bodensee vom kalten und grau gefärbten Wasser des Alpenrheins. Dieses Wasser vermischt sich nur sehr zögerlich mit dem Wasser des Sees, es sinkt auf Grund seiner höheren Dichte sofort zum Grunde ab. Dort durchströmt es den gesamten Obersee, um über den Seerhein in den Untersee zu gelangen. Dort strömt das immer noch kalte Wasser wiederum am Grund des Sees entlang bis zu dessen Ende, um dann über den Hochrhein seine Reise fortzusetzen.
Der gesamte See liegt im Vorland der Alpen. Er umfasst eine Fläche von knapp 550 Quadratkilometern und ein Volumen von knapp 50 Kubikkilometern. Der Bodensee hat elf Inseln unterschiedlichster Größe. Die Reichenau ist die größte dieser Inseln. Im Obersee sind die Inseln Meinau und Lindau die größten derer. Auch einige Halbinseln ragen in den Bodensee hinein von denen der Bodanrück die größte ist. Weitere unter ihnen sind die Mettnau, die Höri und der Rohrspitz.
Das Klima am Bodensee ist durch seine milden Temperaturen im Winter und seine überdurchschnittlich hohen Temperaturen im Sommer bekannt. Das ermöglicht sogar einigen Palmenarten, an den Ufern des Sees zu gedeihen. Allerdings gilt das Klima hier auf Grund des häufig auftretenden Föhns als Belastung für herz-kreislauf-gefährdete Patienten. Bei Wassersportlern gilt der See wegen seiner plötzlich auftretenden Sturmböen bei Föhnlage als nicht ganz ungefährliches Revier. Es können Wellenberge von einigen Metern Höhe entstehen. Unter Wassersportlern sind bei derartigen Wetterlagen und bei heftigen Sommergewittern immer wieder Opfer zu beklagen. Deshalb wurde für den See ein eigenständiges Sturmwarnsystem installiert, das alle drei Anrainerländer mit einbezieht.