Der Bodensee

17. Februar 2011

Der Bodensee wird ja bekannter Maßen in fast seiner ganzen Länge vom Rhein durchflossen. Nachdem dieser auf schweizer Gebiet entspringt, fließt er an den Grenzen zu Liechtenstein und Österreich entlang und mündet in den Bodensee, um ihn später wieder zu verlassen. Der Bodensee besteht aus den beiden Teilen Obersee sowie Untersee die durch ein schmales Strömungstal, den Seerhein, miteinander verbunden sind. Im Nordwesten weist der Bodensee noch eine fingerförmige Ausbuchtung, den Überlinger See, auf.

Gespeist wird der Bodensee vom kalten und grau gefärbten Wasser des Alpenrheins. Dieses Wasser vermischt sich nur sehr zögerlich mit dem Wasser des Sees, es sinkt auf Grund seiner höheren Dichte sofort zum Grunde ab. Dort durchströmt es den gesamten Obersee, um über den Seerhein in den Untersee zu gelangen. Dort strömt das immer noch kalte Wasser wiederum am Grund des Sees entlang bis zu dessen Ende, um dann über den Hochrhein seine Reise fortzusetzen.

Der gesamte See liegt im Vorland der Alpen. Er umfasst eine Fläche von knapp 550 Quadratkilometern und ein Volumen von knapp 50 Kubikkilometern. Der Bodensee hat elf Inseln unterschiedlichster Größe. Die Reichenau ist die größte dieser Inseln. Im Obersee sind die Inseln Meinau und Lindau die größten derer. Auch einige Halbinseln ragen in den Bodensee hinein von denen der Bodanrück die größte ist. Weitere unter ihnen sind die Mettnau, die Höri und der Rohrspitz.

Das Klima am Bodensee ist durch seine milden Temperaturen im Winter und seine überdurchschnittlich hohen Temperaturen im Sommer bekannt. Das ermöglicht sogar einigen Palmenarten, an den Ufern des Sees zu gedeihen. Allerdings gilt das Klima hier auf Grund des häufig auftretenden Föhns als Belastung für herz-kreislauf-gefährdete Patienten. Bei Wassersportlern gilt der See wegen seiner plötzlich auftretenden Sturmböen bei Föhnlage als nicht ganz ungefährliches Revier. Es können Wellenberge von einigen Metern Höhe entstehen. Unter Wassersportlern sind bei derartigen Wetterlagen und bei heftigen Sommergewittern immer wieder Opfer zu beklagen. Deshalb wurde für den See ein eigenständiges Sturmwarnsystem installiert, das alle drei Anrainerländer mit einbezieht.

Koblenz

20. Dezember 2010

Koblenz am Rhein ist eine der ältesten deutschen Städte und liegt im nördlichen Viertel des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Im Jahre 1992 wurde das 2000 jährige Bestehen der Stadt gefeiert. Der Name von Koblenz leitet sich vom lateinischen Wort confluentes (die Zusammenfließenden) ab. Die Stadt liegt ja bekannter Maßen am Zusammenfluss der zwei Flüsse Mosel und Rhein. Der Ort des Zusammenflusses trägt den Beinamen Deutsches Eck. Wenige Kilometer oberhalb (noch im Stadtgebiet) mündet ja auch die Lahn in den Rhein.

Mit knapp über 100 000 Einwohnern ist Koblenz bereits eine Großstadt. Die Umgebung der Stadt ist hügelig bis bergig. Der Hunsrück im Rücken der Stadt fällt hier zum Rhein hin ab und das Maifeld formt das Profil der nordwestlichen Stadtteile. Die östlichen, rechtsrheinischen Stadtteile weisen ein starkes Gefälle auf. Sie sind in den Ausläufern der Westerwaldes gelegen. Die Stadtteile in der „Zange“ zwischen Mosel und Rhein sind gut bewaldet und lassen Koblenz als eine grüne Stadt erscheinen.

Die erste befestigte städtische Niederlassung wurde hier von den Römern gegründet. Ein Kastell namens „Confluentes“ sollte die Rheinstraße Xanten-Köln-Mainz, den Limes und die Brücken über Mosel und Rhein sichern. Nachdem die Römer im fünften Jahrhundert ein Vakuum hinterlassen hatten, bemächtigten sich die Franken dieses Gebietes und begründeten hier einen ihrer Königshöfe. Die vom Karl dem Großen hinterlassenen drei Enkel verhandelten in der bereits damals existierenden Kastorkirche und besiegelten hier die Aufteilung des Fränkischen Reiches.

Nach einer wechselvollen langen Geschichte wurde Koblenz schließlich dem Königreich Preußen einverleibt und Kaiser Wilhelm der Erste lebte lange Zeit mit seiner Ehegattin in der Stadt. Ihm zu Ehren wurde an der Mündung der Mosel in den Rhein im Jahre 1897 in Anwesenheit Kaiser Wilhelm des Zweiten das nach im benannte Kaiser-Wilhelm-Denkmal eingeweiht. Seitdem heißt dieser Ort das „Deutsche Eck“. Die alliierten Luftangriffe auf die Stadt Koblenz während des 2. Weltkrieges verwüsteten diese großflächig. Erst in den Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs in der Bundesrebublik erblühte die Stadt wieder.